From trash to treasure

Gespeichert unter: Gefundenes — Mörßl at 8:56 on Donnerstag, August 31, 2006

Ich hab eben bei Sara dieses wunderbare Gedicht gefunden.

From trash to treasure

My life
has been trash
pile of broken glass
cutting my dreams and hopes in pieces
existing without feelings
or just drown in agony
I lost sight of the way
home…

Built my own world
with walls to protect
and masks to act
never-ending winter
of my broken souls
survived
to go in circles
death dance…

After years
my life was a scene of destruction
clearing away the wreckage
brought only new deathly pieces
lost lifetime
no place to hide
’cause you can’t escape
the shadows of yesterday…

On the battlefield of love and death
I was sitting on the ground
crying my very last cry
my last chance
last hope
finally
I cried to God again
and he embraced me…

Powerful moment
of silent love
peace
comfort
not forgotten
just beloved in all of my brokeness
hold together by his hug
home again…

For the first time
I stood up
and decided to live
to hope
to trust
to fight
reconquer my laughter
and all my looted treasures…

I took your hand
and we walked over the stones
of fallen buildings
old lies
deep fears
step by step
as long as it took to get over
and you have always been there with me…

And we’re still walking
sometimes I’m too fast and forget
to rest and stay in your arms
to see what is done
but sometimes
you paint me a rainbow on my heaven
to remember that you will always be there
with me forever

Jahwe Jireh

Gespeichert unter: Aktuelles — Mörßl at 10:07 on Montag, August 28, 2006

polizeiSo ähnlich sah der Wagen aus, der vor ein paar Stunden vor unserer Haustür geparkt hat. Und ja, die beiden Polizisten, die da drin gesessen hatten, wollten zu mir. Doch warum waren die denn eigentlich da, was wollten die von mir und was hat das alles mit Jahwe Jireh zu tun?

Okay, hier die Geschichte: Es ist Sonntag, kurz vor 15 Uhr. Das Wetter versprach trocken zu bleiben. Uli wollte Lilly und mich mit dem Fahrrad abholen, sodass wir zusammen zum Gottesdienst fahren können. Uli und ich brachen allein auf, Lilly wollte später nachkommen. Allerdings sind wir beiden nicht sehr weit gekommen. Nach etwa 200 Metern war vorerst Schluss mit unserer Fahrt. Ich hatte mit dem Fahrrad ein Auto gestreift und einen etwas tieferen Kratzer hinterlassen. 2 Minuten später saßen Uli und ich bei den Haltern des Fahrzeugs im Wohnzimmer. Ich habe meine Daten da gelassen. Also der normale Gang, wie man das halt nach einem solchen Zwischenfall macht.

Warum nun die Polizei? Naja, bei dem Wagen handelt es sich um einen Firmenwagen und da hat die Leasinggesellschaft gewollt, dass da die Polizei informiert wird. Also haben die Beamten vorhin bei uns vorbeigeschaut um mir “betreffs der Verursachung eines Unfalls” eine “mündliche Verwarnung ohne Verwarnungsgeld” auszusprechen. Es war für mich der erste Kontakt mit der “Staatsgewalt.” Es war irgendwie ein seltsames Gefühl.

Was den Schaden an dem anderen Auto angeht und wie das alles in Zukunft geregelt wird, darüber mache ich mir keine Sorgen. Gott versorgt (”Jahwe Jireh”), und auch wenn ich diese enormen Ausgaben hätte vermeiden können, indem ich besser aufgepasst hätte, habe ich das Gefühl und die Sicherheit, dass sich Gott hinter mich stellt und mir die nötigen Möglichkeiten bieten wird, das Geld zu bekommen.

Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen. Darum sorgt nicht für morgen, denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, dass jeder Tag seine eigene Plage hat.
Matthäus 6:33-34

365 Tage oder 52 Wochen oder 12 Monate oder eben ein Jahr

Gespeichert unter: Aktuelles, Jesus Freaks Bremen, offen:bar — Mörßl at 1:23 on Montag, August 21, 2006

“Meine Güte, wie die Zeit vergeht.”
Klopfers Mutter in Bambi (Vermutung)

Kaum zu fassen, aber wahr. Mit dem heutigen Montag ist es genau ein Jahr her, dass ich zu den Jesus Freaks in Bremen gestoßen bin. 2 Tage vorher, also am Sonnabend, hatte ich mein einjähriges Dienstjubiläum in der offen:bar.

In dem vergangenen Jahr ist so einiges in meinem Leben passiert, ich habe viele neue Leute aus verschieden Nationen kennen gelernt. Ich habe an diversen Ausbildungsmöglichkeiten teilgenommen (2x GIS [JFI], 2x LTT [NCMI]). Ich kann einen super Hauskreis in einer super Gemeinde besuchen. Ich bin innerhalb von Bremen in eine super WG in Walle umgezogen.

Außerdem hatte ich in diesem Jahr auch die Möglichkeit Menschen praktisch zu dienen. Dies tat ich in der offen:bar. Mein Einjähriges war aber auch gleichzeitig mein Ausstand. Ich lege den Dienst in der offen:bar nieder, um mich anderen Sachen widmen zu können. Diesen Schritt ging ich schweren Herzen. Allerdings werde ich nicht um die “verlorene” Dienstmöglichkeit trauern, sondern auf die kommenden Möglichkeiten schauen und dafür mein Bestes geben, so wie ich es in der offen:bar getan habe.

Alles, was auf der Erde geschieht,
hat seine von Gott bestimmte Zeit:
geboren werden und sterben,
einpflanzen und ausreißen,
töten und Leben retten,
niederreißen und aufbauen,
weinen und lachen,
wehklagen und tanzen,
Steine werfen und Steine aufsammeln,
sich umarmen und sich aus der Umarmung lösen,
finden und verlieren,
aufbewahren und wegwerfen,
zerreißen und zusammennähen,
schweigen und reden.
Das Lieben hat seine Zeit und auch das Hassen,
der Krieg und der Frieden.

Prediger 3:1-8

Für mich war es eine sehr fruchtbare Zeit, die ich auf keinen Fall missen will. Ich kam sehr schnell nach meinem Umzug nach Bremen in die offen:bar und habe dadurch schnell Kontakt zu Leuten und zu den Freaks bekommen. Ich weiß nicht, wie es gekommen wäre, hätte mir der Anschluss an “die Kneipe” gefehlt und ich will es auch nicht wissen. Fakt ist, dass mich Gott in eine Umgebung hingestellt hatte, in der ich sehr viel Empfangen habe und auch weitergeben konnte. Es sind im vergangenen Jahr tiefe Freundschaften entstanden. Eines möchte ich in Richtung offen:bar-Team noch loswerden: “Leute, ihr seid klasse. *daumenhoch* Danke dafür, dass ich euch kennen kann!”

Bei den Freaks habe ich ein richtiges Zuhause gefunden, eben eine Familie. Hier kann ich mich geben, wie ich bin und werde dafür nicht schief angesehen. Es ist eine Gemeinde, in der man sich nicht verstellen braucht. Man ist angenommen, wie man ist. Und das finde ich einfach toll. Auch hier sind richtig tiefgehende Freundschaften entstanden. Leute, die für einen da sind, wenn es einem mal dreckig geht. Und deshalb bin ich gerne Freak! Leute, ich liebe euch!!

Mittlerweile etwas emotional angerühert..

Mörßl

eine unbeschreibliche leere

Gespeichert unter: Aktuelles — Mörßl at 8:35 on Mittwoch, August 9, 2006

in den letzten wochen hat in meinem leben etwas gefehlt. ich war öfters maulig, und wenn ich es anderen menschen gegenüber nicht gezeigt habe, so lag es daran, dass ich es unterdrückte. oft konnte ich nicht so ehrlich sein, wie ich es wollte. nach einiger zeit - lassen wir es ein oder zwei wochen gewesen sein - ist mir diese “macke” aufgefallen.
in mir drin existierte ein richtiges loch, dass ich durch viele sachen füllen wollte. z.b. durch den dienst an meinen mitmenschen. es gab zeiten, in denen ich gespräche bis tief in die nacht geführt habe, nur um diese menschen aufzubauen oder wiederum mich in praktische dinge reingestürzt. einfach um zu dienen.
bei all dieser “dienerei” ist meine tägliche gebetszeit mit gott recht knapp, wenn nicht sogar immer wieder ausgefallen. diese mangelnde zeit mit Jesus wurde mir dann bewusst - oh welch erkenntnis! immer wieder wollte ich dann in eine richtig lange gebetszeit eintauchen. habe mir auch die dazu nötige zeit genommen, aber es hat irgendwie nicht geklappt. nach spätestens zwei minuten war ich aus meiner gebetshaltung herausgerissen. irgendetwas hat mir den zugang zu gott genommen. es gibt im psalm 139 (nebenbei mein lieblingspsalm) diese stelle:

Stiege ich zum Himmel hinauf, so bist du da. Bettete ich mich in dem Scheol, siehe, du bist da.
Psalm 139:8

Gott ist immer da, egal wo ich bin. und er hört mich, egal wie es mir geht. diese erkenntnis war für mich zu dieser zeit etwas frustrierend. ich wusste, dass gott da ist und dass er mich hört; nur ich habe es nicht auf die reihe gekommen meinen mund aufzumachen. gleichermaßen war mir dann klar, dass es nicht an gott liegt, dass er mir “so fern” ist (er ist ja immer da). es musste zumindest eine sache in meinem leben geben, die mir den zugang genommen oder zumindest erschwert hat.
ganz krass wurde diese sache dann am sonntag vorm freakstock. ferry aus remscheid hat bei uns gepredigt und gott war richtig fett am start und mir ging es richtig super. nach dem gottesdienst stellte sich dann meine alte letargie wieder ein. ich wurde wieder maulig und wusste gar nicht, was ich hier überhaupt mache.
als ich dann wieder zu hause war, dachte ich mir (mal wieder): “so kann das nicht weitergehen. irgendwas ist da faul.” ich hab dann Jesus still und im Geist angeschrien, dass er mir doch endlich mal sagen soll, was bei mir faul ist. auf einmal fühlte ich in mir den “zwang” meinem retter einen brief zu schreiben. diesen zwang habe ich dann ca. 2 stunden ausgehalten, bis ich diesen brief dann doch geschrieben habe. nachdem ich in diesem brief in den ersten vier zeilen Jesus meine aktuelle situation geschildert habe und meinte, dass ich eine blockade hätte und nicht wüsste warum, wurde mir die antwort per “geistesblitz” gegeben: “Du hast [XYZ] nicht vergeben, dass [XYZ] {abc} gemacht hat.”
Ich hab das für die Allgemeinheit mal ein bisschen anonymiert.
Jedenfalls war ich nach dieser ansage von Jesus geschockt und ehrlich gesagt auch ein bisschen überrascht. ich habe [XYZ] bei {abc} in den letzten wochen immer wieder ermutigt und bestätigt. ich bin dann aber dennoch auf die knie gegangen und habe [XYZ] jenes {abc} vergeben. und siehe diese leere, die ich über die letzten wochen in meinem oberkörper gefühlt habe, war mit einem mal weg. seit dem habe ich wieder richtig geile zeiten mit jesus und papa.
es war für mich schon überraschend zu sehen, dass mich sachen von meinem zugang zu gott abhalten, die mir nicht bewusst waren. vor allem, weil ich diese sache ja bereits angenommen und [XYZ] auch weiterhin ermutigt habe usw.

Kraft durch Freude

Gespeichert unter: Aufgefallen, Beschäftigt mich grade, Gefundenes — Mörßl at 11:18 on Dienstag, August 1, 2006

Die am 27. November 1933 gegründete NS-Gemeinschaft “Kraft durch Freude” (KdF) war die populärste Organisation im NS-Regime. Das Volkswagen-Projekt sowie Nah- und Fernreisen gehörten zu den wichtigsten Aktivitäten der Freizeitorganisation KdF, einer Unterorganisation der Deutschen Arbeitsfront (DAF). Mit dem umfassenden Wirken dieser Organisation sollte vorrangig die Arbeiterschaft in die “Volksgemeinschaft” integriert werden. Zugleich sollten so die im Zuge der Aufrüstung notwendigen Produktionssteigerungen ohne nennenswerte Lohnerhöhungen durchgesetzt werden. KdF-Veranstaltungen sollten der Entspannung und der Regeneration zur Erhöhung der Arbeitsleistung dienen, wozu auch die Verbesserung und Verschönerung der Arbeitsplätze mit Kantinen, Sportstätten oder Grünanlagen gehörte. Die Organisation KdF, die den Zugang zu bisher bürgerlichen Privilegien anbot, diente letztlich der Vorstellung einer klassenlosen Gesellschaft im Sinne der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft.

Quelle: http://www.dhm.de/lemo/html/nazi/innenpolitik/kdf/index.html vom 01.08.2006 10:37 Uhr

Der arbeitende Mensch braucht Ausgleich. Das haben auch die Nazis damals erkannt - und auch umgesetzt. Ganz ihre Idee war es nun auch nicht. Der Grundgedanke einer “Freizeitorganisation” haben sie sich bei den Italienern abgeschaut. Aber sie haben den Leuten etwas geboten, was sie auch bezahlen können. Die arbeitende Bevölkerung sollte sich nicht der Langeweile oder dem “Lodderleben” hingeben, sondern sich qualitativ hochwertig erholen - um noch mehr Arbeit leisten zu können. Zu dem war KdF ein Teil der Gleichschaltung des Regimes. Das gesamte Leben der Deutschen sollte vom Regime infiltriert werden. Andere Beispiele für die Gleichschaltung sind z.B. der Volksempfänger - ein Radio, dass sich jeder leisten konnte. Es diente perfekt zur Propaganda.

Aber warum schreibe ich überhaupt über ein solches Thema? Nun ja, mir ist letzte Woche wieder folgender Vers aus der Bibel eingefallen:

[...]die Freude am Herrn gibt euch Kraft!
Nehemia 8:10 (HfA)

Und das erste, was mir dabei durch den Kopf schoss, war eben “Kraft durch Freude”. Das ist so eine Wortgruppe, die sich einfach ins Gehirn einbrennt - wahrscheinlich auch ein Grund dafür, dass die Nazis sie gewählt hatten.

Ihr kennt das sicherlich auch, dass man in den Anbetungszeiten - egal, ob die nun im Gottesdienst sind oder zu Hause, in der Straßenbahn, egal wo - erfrischt und aufgetankt wieder raus kommt. Ebenso kann ich durch Bibellesen, beten oder einfach mal Still vor Gott sein wieder auftanken. Die Freude am Herrn ist meine Kraft. Und wenn diese Dinge fehlen, so fehlt mir (meist) die Kraft. Eine Sache, die ich in den letzten Wochen erleben musste. Doch da schreib ich später noch was dazu.

Jetzt will ich aber nicht sagen, dass Kraftlosigkeit immer ihre Ursache in fehlendem Gebet etc. liegt. Dem ist nicht so. Vielleicht solltest du einfach mehr schlafen, oder was essen .

 

Um nochmal auf die Geschichte mit den Nazis zurückzukommen. Ich denke, dass es für uns Deutsche besonders schwierig ist, sich mit solchen “Phrasen” aus dem Dritten Reich auseinander zu setzen bzw. anzufreunden (Nur mit der Abfolge der Wörter, nicht, was die Nazis draus gemacht haben!). Es fiel mir nicht einfach diesen Post hier zu schreiben, vor allem, weil man beim Hören der Worte immer diese 12 schwarzen Jahre der deutschen Geschichte im Hinterkopf hat.

Nichtsdestotrotz finde ich, dass “Kraft durch Freude” doch wahr ist und von der reinen Wortbedeutung her nichts schlimmes an sich hat und wenn es gelebt wird Befreiuung und auch Erleichterung im Leben bringen wird.