In den Wartephasen des Lebens überwinden …

Gespeichert unter: Aktuelles — Mörßl at 8:20 on Donnerstag, Oktober 11, 2007

Ich war ja letzte Woche in Sachsen, das steht ja auch schon im letzten Beitrag. Am Sonntag war ich dann zum Gottesdienst in der Jesusgemeinde. Der Gottesdienst war richtig geil. Es war schön die ganzen Leute von “damals” wieder zu sehen. Jedenfalls gibt auch die Jesusgemeinde ihr Gemeindeblatt heraus - bei uns heißt das Newsletter. Jedes Gemeindeblatt hat bei denen so eine Art Leitartikel, von denen sie in regelmäßigen Abständen einige auf ihrer Homepage veröffentlichen. Den Artikel vom Juni geb ich mal hier wieder:

In den Wartephasen des Lebens überwinden …

Hebr 6:11,12: „Wir wünschen aber, dass jeder von euch denselben Fleiß bis ans Ende beweise, entsprechend der vollen Gewissheit der Hoffnung, dass ihr ja nicht träge werdet, sondern Nachfolger derer, welche durch Glauben und Geduld die Verheißungen ererben.“

Es gibt Vieles, was uns im Bezug auf Warten herausfordert. Jemand wartet auf die richtige Arbeit, der Nächste wartet auf den richtigen Partner für sein Leben, man wartet auf die erfreuliche Nachricht: „wir sind schwanger“ oder wir warten auf die Unterschrift unter einen Vertrag oder eine Genehmigung vom Amt! Das tun wir, als Gemeinde, seit Monaten im Bezug auf die neuen Räume…!

Geduld ist die Fähigkeit, den Prozess des Prüfens und der Bewährung auszuhalten. Warten ist selbstverständlich ein wesentlicher Teil davon. Geduld ist eine Charaktereigenschaft wenn der Prozess des Aushaltens/Abwartens eine Gewohnheit geworden ist. Geduld ist mehr als eine passive Akzeptanz der Dinge, es ist vielmehr eine aktive Festigkeit, eine Beharrlichkeit, eine Ausdauer, ein Beweis, dass der Glaube echt ist.

Glaube greift sofort auf alles, was Gott verheißen hat, steht aber immer in Gefahr diesen Griff wieder zu lockern. Geduld ist die Fähigkeit festzuhalten, auch wenn das erwartete Ergebnis sehr langsam erscheint. Geduld beugt sich nicht vor Schwierigkeiten oder Widerstand.
Manchmal merkt man nicht alles, was Gott in solchen Phasen im Leben alles tut. Der Charakter wird geformt, Vertrauen wird tiefer und zu geläutertem Gold geschmolzen, Motive werden gereinigt und Gott formt unsere Umwelt so, dass wir später siegreich werden können.

In solchen Zeiten, lernen wir Gott in einer Art und Weise kennen, die wir nie vergessen werden. Und wir lernen wie wir sind. Und das auch auf eine Art und Weise, dass wir es nie vergessen werden. Rebellische Haltungen kommen ans Licht, Unfrieden wird erkannt und auf Stolz und Bitterkeit wird man aufmerksam gemacht. Nur dann kommen wir in seine geplante Versorgung oder seinen Segen, ohne das wir denken, wir haben alles durch unser Tun selber geschafft!
Jesus Christus, der das Kreuz selber erduldete, bietet uns ständig seine Kraft an, sodass wir überwinden können.  (Hebr 12,2)

Wie können wir in den Wartephasen siegreich leben?

1. Halte an deiner Freude fest
Es soll in unseren Herzen schon entschieden sein, „wir achten es für lauter Freude“ (Jak1,1-3), nicht weil alles schön ist, sondern weil wir wissen, welche Auswirkungen die Anfechtungen haben (Hebr 12,11)!

2. Verstehe, dass du in einem Prozess bist.
Wachstum in deinem Leben ist kein Ereignis, sondern das Gesamtergebnis vieler Erfahrungen. Geduld ist notwendig, um jeden Prozess zu Ende zu bringen.

3. Richte dich aus, auf das was wirklich wichtig ist. (Fokus)
Was wirklich wichtig ist, ist doch das Leben in der Ewigkeit. Triff Entscheidungen, die für die Ewigkeit Bestand haben!

4. Sei stark und mutig.
In Josua 1 wurde dies dem neuen Leiter Josua oft gesagt. Stärke ist dort notwendig, wo es scheint, dass sich nichts ändert und Frustration erlebt wird. Es ist wichtig, das wir  nicht vor dem Ziel aufgeben!

5. Tue seinen Willen.
Während wir auf Gott warten, gibt es eine Menge, was wir tun können. Wir sollen immer seinen Wille umsetzen. Unabhängig davon, ob wir denken in einer Wartephase zu sein oder ob alles gut läuft und vorwärts geht.

Lasst uns in den Wartephasen siegreich leben!

Wayne Neuper

Quelle: http://www.jgdresden.de/index.php?option=com_content&task=view&id=338&Itemid=169

Lichtkegel und Waldwege

Gespeichert unter: Aufgefallen, Begegnungen der 4. Art, Erlebtes — Mörßl at 8:22 on Montag, Oktober 8, 2007

Der Beitrag, den du grad liest, ist erst veröffentlicht, wenn ich wieder in Bremen bin. Für die, die es nicht wissen, ich bin über die erste Oktoberwoche in Sachsen (gewesen). Ich wurde am Sonntag von meinem Bruder am Dresdner Hauptbahnhof abgeholt. Zusammen haben wir dann am Montag und Dienstag mein altes Fahrrad wieder aufgebaut.

Mit eben diesem Fahrrad habe ich die letzten Tage einige Radtouren unternommen. Vor 2 Stunden bin ich wieder von einer solchen Tour wieder gekommen. Das besondere an dieser Tour war, dass ich sie am Abend gefahren bin. Irgendwie war diesmal Vieles dabei: Gut ausgebaute Straßen, Waldwege, beleuchtete Straßen und nicht beleuchtete. Was mir bei der Tour aufgefallen ist, ist die Wichtigkeit der Beleuchtung am Fahrrad. Solange man in gut ausgeleuchteten Straßen - also innerhalb von Ortschaften - kann man auf die Beleuchtung ja fast verzichten (tuts nicht, ist gegen die StVZO). Besonders froh war ich, als mich meine Tour auf einen Waldweg führte. Der Weg war geschätzt 3 Meter breit und direkt daneben floss die Weißeritz - dieses Flüsschen, dass 2002 den Dresdner Hauptbahnhof unter Wasser gesetzt hat - auf der einen Seite und Felsen auf der anderen. Ich war froh dieses Licht an meinem Rad zu haben, um den Weg zu erkennen, den ich in den nächsten 2 Sekunden fahren werde. Rundum war es stockdunkel. Nix zu sehen. Und dann ist da dieser kleine Kegel Licht, der mir den Weg beleuchtet. Ich bin langsamer gefahren, weil ich nicht mehr so viel sah, wie auf den gut ausgeleuchteten Straßen vorm Einbiegen in den Waldweg. Als mir die Wichtigkeit der Beleuchtung für meinen weiteren Weg klar wurde, fiel mir folgender Vers aus Psalm 119 ein. David schreibt:

Dein Wort ist meine Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.
Psalm 119: 105

Gottes Wort arbeitet in unserem Leben so, wie meine Fahrradlampe auf diesem nächtlichen Waldweg. Es beleuchtet nur soviel deines Lebensweges, wie du gerade wissen musst. Kurven erkennst du rechtzeitig genug, ebenso wie du früh genug merkst, wenn du zu nah an den Wegrand kommt und fast im Wasser landest. Ich brauchte den Lichtkegel meiner Lampe den gesamten Weg, nicht nur ab und zu mal. Wenn ich die Lampe nur alle 5 Minuten eingeschaltet hätte, wäre ich vermutlich nach einer sehr kurzen Wegstrecke im Wasser gelandet. Wir brauchen Gottes Wort auf unserem gesamten Lebensweg und zwar an jedem Tag und in jedem Augenblick, sonst landen wir im Wasser oder am Felsen. Beides wird weh tun..

Pappa, ich danke dir für diese Erkenntnis, für dieses Aufblitzen deines Wortes an so praktischen Dingen. Du bist einfach wunderbar.

Amen.