Bitter To Better

Gespeichert unter: Begegnungen der 4. Art — Mörßl at 11:37 on Mittwoch, Januar 23, 2008

Hallöchen,

ich bin immer noch da! Und gut ins neue Jahr gekommen. Das ist ja auch schon ganz schön fortgeschritten und so. Aber egal… :)

Es ist ja bestimmt nicht schwer zu erraten, dass mein Blog, was die Textbeiträge angeht in letzter Zeit son bisschen - naja - vor sich hin dümpelt.

Aber ich hab heute mal wieder was zu erzählen. Wieder so ne “Begegnung der vierten Art” wie ich sie nenne. Also, die letzten Tage war ich aufgrund einer Verkettung widriger Umstände “”"ein wenig“”" miesmuschlig drauf. Wer ne genauere Beschreibung der Außenwirkung meiner Gefühlswelt haben möchte, kann sich gerne an Cate wenden.

Ich hatte schon die letzten Tage gemerkt, dass das wohl nicht förderlich ist, so ein Pulverfass mit sich rumzutragen. Also hatte ich die ganze Sache im Gebet an Gott abgegeben, so richtig mit Bibelstelle dazu und so halt. Die Sache war damit bei Gott. Das Gefühlspulverfass aber immer noch bei mir. Hmm, doof.

Eben komm ich vom Hauskreis nach hause, da fragt Cate mich, ob wir mal zusammen beten könnten. Klar, kein Problem. Ich hab da in diesem Gebet die ganzen negativen Gefühle und was da noch alles umzu war in Gottes Hand gegeben - und auf einmal fühlte ich mich 20 Kilo leichter. Die ganzen Sachen, die so belastend in mir drin waren, sind jetzt bei Gott. Nicht mehr bei mir - ich war (und bin) froh. Noch während des Gebetes fielen mir 2 Bibelstellen ein, die ich hier einfach mal zitieren werde. Ich denke viele von euch kennen die:

Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.
Matthäus 11:28

Des Gerechten Gebet vermag viel, wenn es ernstlich ist.
Jakobus 5:16b

Danke Gott und danke Cate :D

PS: Passend zum Titel gibts auch nen Song und ein ganzes Album von Die Happy. Hört mal ein..

Lichtkegel und Waldwege

Gespeichert unter: Aufgefallen, Begegnungen der 4. Art, Erlebtes — Mörßl at 8:22 on Montag, Oktober 8, 2007

Der Beitrag, den du grad liest, ist erst veröffentlicht, wenn ich wieder in Bremen bin. Für die, die es nicht wissen, ich bin über die erste Oktoberwoche in Sachsen (gewesen). Ich wurde am Sonntag von meinem Bruder am Dresdner Hauptbahnhof abgeholt. Zusammen haben wir dann am Montag und Dienstag mein altes Fahrrad wieder aufgebaut.

Mit eben diesem Fahrrad habe ich die letzten Tage einige Radtouren unternommen. Vor 2 Stunden bin ich wieder von einer solchen Tour wieder gekommen. Das besondere an dieser Tour war, dass ich sie am Abend gefahren bin. Irgendwie war diesmal Vieles dabei: Gut ausgebaute Straßen, Waldwege, beleuchtete Straßen und nicht beleuchtete. Was mir bei der Tour aufgefallen ist, ist die Wichtigkeit der Beleuchtung am Fahrrad. Solange man in gut ausgeleuchteten Straßen - also innerhalb von Ortschaften - kann man auf die Beleuchtung ja fast verzichten (tuts nicht, ist gegen die StVZO). Besonders froh war ich, als mich meine Tour auf einen Waldweg führte. Der Weg war geschätzt 3 Meter breit und direkt daneben floss die Weißeritz - dieses Flüsschen, dass 2002 den Dresdner Hauptbahnhof unter Wasser gesetzt hat - auf der einen Seite und Felsen auf der anderen. Ich war froh dieses Licht an meinem Rad zu haben, um den Weg zu erkennen, den ich in den nächsten 2 Sekunden fahren werde. Rundum war es stockdunkel. Nix zu sehen. Und dann ist da dieser kleine Kegel Licht, der mir den Weg beleuchtet. Ich bin langsamer gefahren, weil ich nicht mehr so viel sah, wie auf den gut ausgeleuchteten Straßen vorm Einbiegen in den Waldweg. Als mir die Wichtigkeit der Beleuchtung für meinen weiteren Weg klar wurde, fiel mir folgender Vers aus Psalm 119 ein. David schreibt:

Dein Wort ist meine Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.
Psalm 119: 105

Gottes Wort arbeitet in unserem Leben so, wie meine Fahrradlampe auf diesem nächtlichen Waldweg. Es beleuchtet nur soviel deines Lebensweges, wie du gerade wissen musst. Kurven erkennst du rechtzeitig genug, ebenso wie du früh genug merkst, wenn du zu nah an den Wegrand kommt und fast im Wasser landest. Ich brauchte den Lichtkegel meiner Lampe den gesamten Weg, nicht nur ab und zu mal. Wenn ich die Lampe nur alle 5 Minuten eingeschaltet hätte, wäre ich vermutlich nach einer sehr kurzen Wegstrecke im Wasser gelandet. Wir brauchen Gottes Wort auf unserem gesamten Lebensweg und zwar an jedem Tag und in jedem Augenblick, sonst landen wir im Wasser oder am Felsen. Beides wird weh tun..

Pappa, ich danke dir für diese Erkenntnis, für dieses Aufblitzen deines Wortes an so praktischen Dingen. Du bist einfach wunderbar.

Amen.

Psst … Ich liebe dich

Gespeichert unter: Begegnungen der 4. Art, Videos — Mörßl at 2:44 on Samstag, September 1, 2007

Ich hab es immer mal wieder, dass mich Gott, mein Papa in Situationen anrührt, in denen ich gar nicht damit rechne. Auf dem Weg zur Arbeit, während der Arbeit. Da rechne ich eigentlich nicht damit. Aber oft ist das schon vorgekommen.

Vorgestern ist das wieder passiert. Ich war grade in die Arbeit vertieft, als mir folgende Zeile eines Liedes durch den Kopf schoss: “Look into my eyes, you will see, what you mean to me.”

Ein total schönes Lied. Ich wusste sofort, dass das von Gott war. Allerdings wusste ich weder Titel noch Interpret. Naja, dank Google hab ich dann doch noch den Titel rausgefunden. Hier ist “Everythin I do” von Brian Adams für euch und für mich:

Jesus singt dieses Lied für dich, für dich ganz persönlich. Weil du ihm einfach so viel bedeutest. Für mich wars wie so ein kleines Hauchen Gottes in mein Ohr: “Psst … Ich liebe dich.” Dir will er das auch sagen.

Alina und Merle

Gespeichert unter: Begegnungen der 4. Art, Beschäftigt mich grade, Erlebtes — Mörßl at 12:55 on Donnerstag, August 30, 2007

Alina, so heißt meine Großcousine. Merle, so heißt die Tochter vom Wegbegleiter Christof Lenzen. Christofs Blog lese ich seit kurzem. Vor ein paar Tagen konnte man folgendes auf seinem Blog lesen:

Nun ist es geschafft - unser zweites Kind ist auf der Welt. Und Ole hat eine kleine Schwester, Merle Lydia - Merle heißt Amsel und wir wünschen uns, dass sie irgendwann ganz fröhlich und unbeschwert ihr Lebenslied nach Gottes Melodie pfeifen kann.

Merle, nur wenige Tage alt, muss in ihrem Leben allerdings schon so einiges durchmachen. Die Ärzte stellten fest, dass Merle ein Loch in der Herzscheidewand hat. Später stellt sich heraus, dass ihr eine Herzklappe fehlt. Sie wird demnächst am Herzen operiert werden müssen.

Als ich die Zeilen von Christof las, fiel mir ein, was meine Großcousine am Anfang ihres Lebens durchstehen musste: Alina kommt im Juli 2005 zur Welt - 2 Monate eher als geplant. Als Frühchen muss sie in den Brutkasten. 2 Wochen nach ihrer Geburt ziehe ich nach Bremen um, bekomme das alles nur am Telefon mit. Die Wochen vergehen - mittlerweile ist es November. Da bekomme ich einen Anruf von meiner Ma. In Tränen aufgelöst erzählt sie mir, dass bei der kleinen Alina ein Gehirntumor festgestellt wurde und sie Ende der Woche operiert werden muss. Ich war total geschockt. Man konnte mich für mehrere Tage nicht gebrauchen. Zusammen mit guten Freunden, im Hauskreis und auch mit der gesamten Gemeinde haben wir dann für das kleine Mädchen gebetet. Die OP am Gehirn verlief ohne Komplikationen, die Ärzte konnten alle Zellen des Tumors entfernen. In der darauf folgenden Woche ging es mit Alina einigermaßen bergauf. Bei einer Nachuntersuchung stellten die Ärzte fest, dass Alinas Bauch voll Wasser war. Den Ärzten fehlte jegliche Erklärung - Alina musste erneut operiert werden. Auch diese OP verlief ohne Zwischenfälle.

Alina blieb noch mehrere Monate im Uniklinikum in Dresden zur Beobachtung, kam anschließend zur Physiotherapie. Mittlerweile kann die Kleine laufen und brabbelt so, wie jedes andere Kind. Den Rückstand, den sie durch den Aufenthalt im Krankenhaus erlitten hat, hat sie mittlerweile aufgeholt.

Gott hat bei Alina eingegriffen und geholfen. Ich bete dafür, dass er es auch bei Merle tut. Er hat es einmal getan. Ich denke er tut es wieder. Gott ist groß!

Flieg, kleine Raupe

Gespeichert unter: Aufgefallen, Begegnungen der 4. Art — Mörßl at 9:34 on Donnerstag, April 5, 2007

Eine kleine grüne Raupe, die auf meiner Hand langkrabbelt

Eben noch lag ich aufm Sofa und war um Inbegriff zu schlafen. Dann störte mich jener grüner Streifen, den ich versucht habe zu fotografieren. Ich hoffe, ihr könnt erkennen, was das ist. Es ist eine Raupe.

Dieser “Vorfall” hat mich an einen Blogeintrag von Melly erinnert, der schon eine ganze Weile zurückliegt. Ich hab den hier auch schon several times (mir fällt der deutsche Ausdruck nich ein ;-) ) verlinkt. Dann wird dieses eine Mal auch nicht schaden.

Lest euch den Eintrag mal durch. Der ist sehr ermutigend, wirklich. Jedenfalls gehts in dem Beitrag zum Schluss darum, dass Gott uns “zum Fliegen geschaffen hat.” Aber wenn wir am Anfang unseres Glaubenslebens stehen - und das muss ich mal sagen is bei mir ja noch der Fall ;-) (hatte vor kurzem mein Zweijähriges) - brauchen wir uns nicht selbst runtermachen, weil manche Dinge noch nicht so laufen, wie sie es sollten. Wir sollen darauf vertrauen, dass Gott uns liebt und einen Haufen an Gnade für uns über hat, weil wir seine Kiddies sind. Nach ner Weile is aus der Raupe dann ein Schmetterling geworden, der fliegt. Aber zwischen der Raupe und dem Schmetterling liegt noch das Stadium der Verpuppung. Soweit ich weiß ist das das Stadium, in dem die Raupe rein gar nix machen kann, außer warten. Sie hat sich eingekapselt, von außen erkennt am rein gar nix.

Eine solche verpuppte Raupe sieht von außen sicher nicht sehr ansprechend aus, aber im inneren des Cokons (keine Ahnung, wie das geschrieben wird) reift das kleine grüne Teil zu einem schönen Schmetterling heran. Ich finde, dass das Jesu Art uns zu verändern beschreibt. Er wirkt IN uns - in unserem Inneren. Mit der Zeit werden dann immer mehr “jesusmäßige” Dinge in unserem Leben nach außen kommen - sie werden den Cokon durchbrechen und sichtbar werden. Manche Dinge früher, manche später - aber es wird geschehen.

Auf jeden Fall werden wir fliegen, denn dafür sind wir geschaffen!

Hier nochmal ein Zitat aus Mellys Post:

Jedermann weiß, das sich Raupen am Ende in Schmetterlinge verwandeln. Aber zunächst sind sie definitiv Raupen. Sie können nicht fliegen. Sie bewegen sich sehr langsam. [...] Wenn du deinen geistlichen Weg mit mir beginnst, dann gebe ich dir das Versprechen, dass du geistlich reif wirst, Heilung und Ganzheit erfährst. Aber so weit bist du noch nicht. Geistlich gesehen bist du noch immer eine Raupe. Also hör auf, dich selbst dafür zu bestrafen, das du noch nicht vollkommen bist, und bleibe auf dem Weg zu der Verheißung. Ich habe dich zum Fliegen erschaffen, aber das ist ein Prozess, der Zeit, Geduld und eine Menge Gnade erfordert.

aus “E-mail von Gott”

Garantie

Gespeichert unter: Aktuelles, Begegnungen der 4. Art, Erlebtes, Jesusgemeinde Dresden, Videos — Mörßl at 11:24 on Dienstag, März 6, 2007

Wenn ich mich nicht total täusche ist es in Deutschland doch so, dass auf Elektrogeräte und so eine Garantie von 2 Jahren gewährt wird. Würde das auch auf mein Christsein zutreffen, so wäre mit dem heutigen Tag die Garantie abgelaufen:

Wir schreiben das Jahr 2005. Es ist der erste Sonntag im März. Der 6. März, 8 Uhr morgens um genau zu sein. Über Nacht hat es geschneit. Als ich aufstehe liegen 15cm Schnee. Es ist ein Morgen, auf den ich mich die ganze Woche über gefreut habe. Ich bin nämlich zu einem Gottesdienst eingeladen. In knapp einer 3/4 Stunde werde ich von Anke, einer Klassenkameradin, abgeholt und wir fahren gemeinsam zum St. Benno Gymnasium nach Dresden, wo die Jesusgemeinde ihren Gottesdienst feiert.

Anke war es, die mich zu diesem Gottesdienst eingeladen hatte. Ich wollte mir dieses “Schauspiel” mal ansehen. Als ich meinen Eltern von meinem Vorhaben berichtete bekam ich zu allererst den Satz “Pass bloß auf, dass du da in keine Sekte gerätst!” zu hören. Die Warnung hab ich zur Kenntnis genommen, allerdings nicht allzu sehr beachetet, weil ich mir einfach nicht vorstellen konnte, dass es Anke in eine Sekte verschlägt.

Anke und ich fahren also gen Dresden - durch unsere verschneite Käfferlandschaft. Der Winterdienst hat inzwischen geräumt.
Auf der Fahrt nach Dresden werde ich von meiner Klassenkameradin noch ein bisschen vorbereitet, sodass ich nicht gleich ganz verstört den Gottesdienstraum verlasse. Einige der Anwesenden würden während des Singens die Hände heben usw.

Bei diesem Besuch wurden einige meiner Vorurteile aufgehoben. Der Gottesdienst der Jesusgemeinde fand und findet nicht in einer Kirche statt, sondern einer Turnhalle. Statt Orgelmusik gibt es zeitgemäße Musik mit E-Gitarre, Schlagzeug und so weiter. Die Leute hier scheinen Spaß daran zu haben, in den Gottesdienst zu gehen. Aus meiner Konfirmandenzeit weiß ich noch, dass es immer voll frustig war Sonntags in die Kirche zu gehen, nur um seine Punkte abzuholen. Hier schien das anders zu sein.

In der Lobpreiszeit ist es der Text eines Liedes, der mich sehr berührt. Es ist eines der Standartlieder in freikirchlichen Kreisen - “Blessed Be Your Name” von Matt Redman, für den Großteil der Besucher freundlicherweise ins Deutsche übersetzt. Folgende Passage hat mich zum Nachdenken gebracht:

You give and take away
You give and take away
(But) My heart will choose to say
Lord, Blessed be Your name

Du gibst und nimmst mein Gott
Du gibst und nimmst mein Gott
Doch mein Herz schreit zu dir:
Gepriesen sei dein Nam’

Diese Stelle wird - wie der Rest des Liedes - von der gesamten Gemeinde laut mitgesungen. Daraufhin muss ich mich ersteinmal setzen und nachdenken. Ich weiß, dass es bei mir in der Geschichte meiner Familie so die eine oder andere Begebenheit gab, wo Leute diese Verse nicht ehrlich hätten singen können. Also führe ich in etwa das folgende gedankliche Selbstgespräch: “Wenn diese Leute dieses Lied aus voller Kehle und ehrlich singen können, dann muss an diesem Glauben was dran sein. Und dann willst du genauso glauben wie diese Leute!” Für mich stand zu diesem Zeitpunkt fest, dass ich zumindest am darauf folgenden Sonntag wieder in diesen Gottesdienst gehen würde.

Nachdem Anke mich wieder zu hause abgesetzt hat, ziehe ich mich in mein Zimmer zurück. Von irgendwo her suche ich mir eine Bibel, um darin mehr über Gott und Jesus zu erfahren. Eine Taktik habe ich dabei nicht. Ich lese hier mal etwas aus einem Evangelium, dann da was aus den Psalmen. Wie lange das so geht, weiß ich nicht. Ich weiß nur eines. Als ich die Bibel dann zuklappe und beiseite lege, bekomme ich auf einmal das Gefühl, dass ich beten soll. In diesem Gebet übergebe ich Jesus mein Leben.

Begabt, befähigt, berufen, geliebt

Gespeichert unter: Begegnungen der 4. Art — Mörßl at 2:23 on Mittwoch, Dezember 6, 2006

Wow, endlich mal wieder einer dieser Posts, bei denen ich das Titelfeld schon vor dem Schreiben ausfüllen kann. Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich aktuell noch gar nicht weiß, worum es hier gehen wird.

Ich fang einfach mal an: Wir schreiben den 6. Dezember 2006, es ist 1.24 Uhr morgens. Eigentlich ist es ziemlich kontraproduktiv, was ich hier mache, denn in etwa 4,5 Stunden wird mich der Wecker aus dem Schlaf reißen und es heißt “Auf zur Arbeit”.

Aber dieses Denken habe ich seit meinem letzten “Nachtpost” abgelegt. Naja, was hat das alles mit dem Titel zu tun? Nicht viel, würde ich mal sagen. Bis eben lag ich noch - zum Einschlafen gewillt - in meinem Bett, als es mich überkam einfach mal zu bekennen, was ich so in Christus bin, was er für mich gemacht hat, was er mit und vor allem in mir gemacht hat. Die vier Worte aus dem Titel sind mir irgendwie im Kopf hängen geblieben.

Diese Worte sind - so finde ich - über das Leben eines jeden Christen ausgesprochen. Lass es dir mal auf der Zunge zergehen und sprich es aus: “Ich bin begabt! ich bin befähigt! ich bin berufen! Ich bin geliebt!”

In wie weit trifft das denn nun eigentlich zu, wirst du dich vielleicht fragen.

Begabt: Ich bin mir ziemlich sicher, dass du schon “von Haus aus” ein paar Sachen hast, die du gut kannst, die dir Spaß machen, mit denen du dich ablenkst usw. Diese Sachen konntest du vielleicht auch schon (sehr) gut, bevor du Christ warst. Denk mal nach. Schau evtl. auch mal in dein Leben zurück und dir werden solche Dinge auffallen. Gott will diese Dinge gebrauchen.

Befähigt: Neben diesen Dingen gibt es dann noch andere Dinge, die du von Gott geschenkt bekommst (vergl. 1. Korinther 12-14; 1.Petrus 4:10 [und sicher auch noch andere]). Diese Dinge hat Gott dir ebefalls gegeben, um sie zu nutzen. Nimm dir auch hier die Zeit um herauszufinden, was deine Gaben sind. Vielleicht bist du ja überrascht.

Berufen: Berufung. Tolles Thema. Damit habe ich mich auch schon ne ganze Weile mit auseinander gesetzt - eigentlich immer wieder. Das ist das Thema, was sich bei mir irgendwie durch 2006 zieht. Was ist meine Berufung? Viele - wie auch ich - denken dabei an irgendeine Tätigkeit. Missionar im Ausland, Gemeindeleiter, Ä-Kreismitglied usw. Das ist es aber nicht! Unsere Berufung ist die Gemeinschaft mit Gott (Bibelstelle fällt mir grade nicht ein, sry). Die Gemeinschaft ist der primäre Grund, warum Jesus für jeden von uns ans Kreuz ging!! Da war dieses Ding, was sich Sünde nennt und uns von Gott trennt. Diese hat Jesus ja am Kreuz auf sich genommen und wir können wieder zu Gott kommen, wenn wir Jesu Opfer annehmen. Wir, die wir diesen Schritt gegangen sind, haben jetzt einen 24/7-Zugriff auf Gott. Er ist immer da. Wir können immer zu ihm kommen!

Geliebt: Und das hier ist nun der eigentliche Grund, warum dieser Zimmermann aus Nazareth ans Kreuz genagelt wurde:

Gott liebte die Menschen ohne Ende, er war sogar bereit, seinen einzigen Sohn für sie wegzugeben, damit sie nicht vor die Hunde gehen. Jeder, der ihm vertraut, hat es geschafft, er wird ewig leben können!
Johannes 3:16 (Volxbibel)

Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus, als wir noch Sünder waren, für uns gestorben ist.
Römer 5:8 (Revidierte Elberfelder)

Da draußen existiert jemand, der dich über alles liebt. Es ist schwer in Worte zu fassen, man muss es einfach erleben, was es heißt von Gottes Liebe erfasst zu werden.

Morgen-Post

Gespeichert unter: Begegnungen der 4. Art, Sonstiges — Mörßl at 3:13 on Sonntag, November 12, 2006

Ich hatte schon vor Monaten vor diesen Post zu schreiben, bin aber damals nicht dazu gekommen und hab auch bis heute nicht so wirklich einen Sinn darin gesehen, eine Eintragung nachzuholen. Das hat sich vor ein paar Minuten geändert. Ich war eben auf Mellys Blog unterwegs und hab diese Geschichte gelesen. Vielleicht lest ihr euch dieses Märchen einfach durch. Ich kann nicht sagen, ob man es zum Verständnis des Eintrages benötigen wird.

Aber nun zu meinem Post. Es ist wie gesagt schon einige Monate her, da hat mich ein Zitat sehr angesprochen. Und zwar dieses:

Lieben heißt verletzlich sein. Liebe irgendetwas, und es wird dir das Herz brechen. Wenn du ganz sicher sein willst, dass deinem Herzen nichts zustößt, dann darfst du es nie verschenken, nicht einmal an ein Tier. Umgib es sorgfältig mit Hobbys und kleinen Genüssen; meide alle Verwicklungen; verschließ es sicher im Schrein oder Sarg deiner Selbstsucht. Aber in diesem Schrein – sicher, dunkel, reglos, luftlos – verändert es sich. Es bricht nicht; es wird unzerbrechlich, undurchdringlich, unerlösbar.
C.S.Lewis

Vielleicht sagt es aber auch das Original besser aus:

To love at all is to be vulnerable. Love anything, and your heart will certainly be wrung and possibly be broken. If you want to make sure of keeping it intact, you must give your heart to no one, not even to an animal. Wrap it carefully round with hobbies and little luxuries; avoid all entanglements; lock it up safe in the casket or coffin of your selfishness. But in that casket -safe, dark, motionless, airless — it will change. It will not be broken; it will become unbreakable, impenetrable, irredeemable.
C.S.Lewis

In dem Moment, als ich dieses Zitat las, durchschoss es mich, wie ein elektrischer Schlag. Oft kam es vor, ich war wohl 13 oder 14, dass ich von Leuten verletzt worde. Ich verzog mich darauf hin immer wieder in mein Zimmerlein, schloss mich ein, schaltete den Fernseher an und ließ mich berieseln. So brachte ich den einen oder anderen Tag um die Runden. Und in mir passierte genau das, was Clive da in seinem Zitat beschreibt: Ohne es wirklich zu merken, wurde um mein Herz eine Betonmauer aufgezogen, die mit den Jahren immer dicker wurde. Vieles war mit der Zeit einfach egal. Meine Leistung in der Schule stimmte, auch wenn ich fast nie mit mir zufrieden war. Privat lief eher selten etwas - und selbst dann meist der Fernseher.

Und dann kam mit einem Mal der Tag, an dem jemand anfing die Betonmauer einzureißen. Es war im März 2005, als ich Jesus mein Leben übergab. Von da an habe ich die einzelnen Hammerschläge gegen die Betonwand gespürt, von da an begann sie zu bröckeln. Ich denke aber, dass er schon viel früher angefangen hat, sie zu bearbeiten.

In den letzten Monaten gab es immer mal wieder so Situationen, in denen ich mich von anderen Leuten verletzt fühlte. Immer wieder fragte ich mich, warum Leute so was machen. Meist geschah es unbeabsichtigt, vermute ich. Mich hat es dennoch getroffen. Dann las ich das C.S. Lewis-Zitat. Lieben heißt verletzlich sein. Mir wurde bewusst, dass es das größte Geschenk an einen Menschen ist, ihm/ihr gegenüber alles Schützende abzulegen, wirklich ehrlich zu sein und der Person einfach ohne Schutz gegenüberzutreten. Ich hoffe, ihr versteht meine bilderhafte Sprache.

Verletzungen tun weh, keine Frage, aber Jesus ist auch unser Arzt und kann alle Wunden heilen, auch die seelischen. Und so will ich dich, für den ich diesen Post morgens um 3 schreibe, ermutigen. Wenn du von jemanden verletzt worden bist, der dir nahe steht, so gib diese Freundschaft nicht einfach auf. Hege keinen Groll gegen diese Person. Ein Gespräch kann vieles wieder grade rücken. Oftmals ist es Menschen nicht bewusst, was sie mit Worten alles anrichten können, oft geschehen solche Verletzungen einfach unbewusst. Jeder hat eine 2. Chance verdient.

Schwachen werden sie die Hände auflegen…

Gespeichert unter: Begegnungen der 4. Art, Erlebtes — Mörßl at 10:25 on Donnerstag, Oktober 19, 2006

Nachdem ich in den letzten beiden Posts über meine Erfahrungen mit und in der Deutschen Bahn geschrieben habe, ist nun mal was aus dem Haus dran. Mir fallen in den letzten Tagen immer wieder Dinge ein, die ich mit Gott erlebt habe, die ich hier aber noch nicht niedergeschrieben habe, obwohl ich das “eigentlich” machen wollte.

Es begab sich am Mittwoch vor meiner Abreise nach Dresden. Abends war Hauskreis angesetzt und ich fühlte mich total geschlaucht, verbraucht und ausgebrannt. Ich konnte mir allerdings nicht erklären, wovon. Nach dem Hauskreis wollte Lilly, dass ich nochmal mit ihr zusammen bete. Ich hab ihr gesagt, dass ich mich grad nicht gut fühle, aber trotzdem mit ihr beten werde.
Wir saßen also zusammen auf unserer Treppe vorm Haus und unterhielten uns noch kurz.
Lilly: “Was ist denn mit dir los.”
Mörßl: “Naja. Mir gehts nicht gut. Ich glaub mir is schlecht.”
Lilly: “Was hast du denn gegessen?”
Mörßl: “Heute morgen ein Brötchen vom Bäcker und zum Mittag zwei von unseren Baguettes aus dem Gefrierschrank.”
Lilly: “Ups. Die lagen aber schon 2 Tage im Backofen. Nachher waren die dann wieder im Gefrierschrank.”
Mörßl denkt: “Dann werden das wohl Salmonellen oder so was sein.”

Wir haben dann uns zum Beten gegenseitig die Hände aufgelegt (weil man das ja so macht ;-) ). Nachdem mir das mit den Salmonellen klar geworden war und Lilly gebetet hatte, dass die Salmonellen doch mal gehen sollten, fühlte ich mich wirklich besser. Mir war nicht mehr schlecht, ich hatte wieder Kraft und mir gings einfach gut.

Gott ist toll!

Diese Zeichen aber werden denen folgen, die glauben: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben; sie werden in neuen Sprachen reden; werden Schlangen aufheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nicht schaden; Schwachen werden sie die Hände auflegen, und sie werden sich wohl befinden.
Markus 16:17-18

Das Kind im Zug (Teil 2)

Gespeichert unter: Begegnungen der 4. Art — Mörßl at 10:00 on Dienstag, Oktober 17, 2006

Es war nun also Abend und ich war in einem Hotel in Hamburg und nicht, wie geplant, im Zug nach Dresden. Noch im Zug nach Hamburg bekam ich das Gefühl, dass diese Situation von Gott gewollt bzw. genutzt wird. Aber, dass das auch wirklich so war, wird mir erst jetzt klar.

Am nächtsten Tag hieß es dann um 6 Uhr aufzustehen, damit ich meinen Zug um 7:15 Uhr noch erreiche. Frühstücken und Duschen sollte ja auch mit drin sein. Den Zug habe ich dann auch bekommen. Nach einiger Zeit, ich weiß nicht mehr wie lange genau ich schon gefahren war, stiegen diese 3 Leute ein. Mann, Frau und Kleinkind (ca. 5 oder 6 Jahre). Die haben sich dann ca. 7 Reihen vor mir hingesetzt. Zuerst habe ich von denen nicht so viel Notiz. Nach einer Weile fiel das “nicht viel Notiz nehmen” dem Kleinkind gegenüber doch sehr schwer. Der Dezibel-Pegel, der von dem Kind ausging, war einfach sehr hoch. Ums mal in Deutsch zu formulieren: Das Kind hat genervt. Es war laut, hat irgendwelchen Scheiß gebrabbelt. Einige Zeit habe ich versucht das Kind einfach zu ignorieren, aber das hat nicht funktioniert. “Toll, deine Schwester ist ja genauso und da fährst du jetzt freiwillig hin.”, schoss es mit immer wieder durch den Kopf. Ich konnte richtig fühlen, wie sich in mir eine Antipathie dem Kind gegenüber aufgebaut hat. Dass das nicht gut war, wusste ich selber. Ich hab dann dem Kind einfach vergeben, dass es mit auf die Nerven geht - aber die Geräusche hat es immer noch von sich gegeben. Nur hatte sich bei mir was geändert. Die machten mir nix mehr aus - und diesmal wirklich. Ich habe das nicht einfach verdrängt oder so. Diese ganzen negativen Gefühle waren einfach weg.

Es war dann in Riesa, oder so. Ich hatte noch ca. 80 Minuten Fahrtzeit oder so vor mir und rechts von mir noch einen leeren Platz. Da kommen auf einmal 2 Personen aus dem angrenzenden Waggon durch “meinen” Gelaufen. Bei den beiden handelte es sich um eine Mutter mit ihrer 6 Jahre alten Tochter, die nach einem Sitzplatz suchten. Im ganzen Waggon war nichts mehr frei. Ich sagte dann so in Gedanken zu Gott: “Die beiden können sich ja neben mich setzen. Die Kleine nimmt ja nicht allzu viel Platz weg. Da passen wir auch zu dritt auf diese beiden Sitze.” Als ob die Mutter das gehört hätte, was ich nicht ausgesprochen habe, kam sie auf mich zu und fragte, ob der Sitzplatz noch frei wäre. Ich rückte einfach ein Stück ans Fenster, damit auch das Kind zwischen uns beiden noch Platz hatte und schon hatte sich die Sache erfüllt. Ich spürte in mir auf einmal einen solchen Frieden und Gott hat durch diese ganze Sache einiges im mir verändert.

Kleinkindern gegenüber war ich nicht immer positiv eingestellt - um es mal politisch zu formulieren. Ich habe immer wieder gesagt: “Bevor ich Vater werde, muss Gott noch einiges in mir drin verändern.” Und mir fällt immer wieder auf, wie er in den letzten Wochen da dabei ist. Es gibt und gab verschiedene Situationen, in denen ich anders gehandelt habe, als ich es sonst getan hätte. Gott ist einfach super, sucht unser Bestes und verändert uns zum Besseren hin.

Ich habe vorhin geschrieben, dass ich denke, dass diese Übernachtung und der ganze Trubel umzu von Gott gewollt bzw. genutzt wurde. Wie komme ich da drauf? Nun ganz einfach. Ich kann mir kaum vorstellen, dass eine 3-köpfige Familie mit einem extrovertierten Kind Donnerstag Abend bzw. Nacht mit einem Zug unterwegs ist und das Kind einen solchen Radau macht. Ebenfalls stufe ich den gleichen Sachverhalt bei der Mutter mit ihrem Kind ein. Ich denke mal, dass diese Veränderung nicht geschehen wäre, wenn ich meinen Zug am Donnerstag nach Dresden noch bekommen hätte.

HERR, du hast mich erforscht und erkannt.
Mit allen meinen Wegen bist du vertraut.

Psalm 139:1.3

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