Am Wochende vom 10. und 11. Oktober hatten die Jesus Freaks Bremen
Besuch aus Remscheid. Ferry und Linda waren angereist, um bei uns ein
Seminar zum Thema "Gottes Reich in dir" zu halten.
Das Seminar an sich war sehr cool und hat zumindest mir sehr gut getan
und mich ermutigt. Außerdem wurde durch Ferry mit einigen - wohl nicht
so guten - Ansichtsweisen in meinem Leben ausgeräumt. Und naja, das hat
mir wieder ein bisschen Druck aus meinem Leben genommen. Sehr schön -
eine solche Erfahrung.
Der krönende Abschluss des Seminars war eine Schatzsuche. Wer mehr zu
den Schatzsuchen erfahren möchte, der wird unter anderem bei Storchs
Blog fündig.
Ich möchte hier aber nicht allzu viel über das Seminar oder die Idee der
Schatzsuche an sich schreiben, sondern einfach nur mal berichten, wie
das bei uns so gelaufen ist.
Wir waren bei unserer ersten Schatzsuche zwei Gruppen. Die zweite Gruppe
bestand aus zwei Frauen und zwei Männern, die andere aus einer Frau und
zwei Männern. In der ersten Gruppe ging eine Frau allerdings nicht mit
auf die Suche, sondern blieb situationsbedingt beim Treffpunkt.
Als sich unsere Gruppen gefunden hatten, begaben wir uns voll motiviert
in die Stadt. In diesem Moment begann es leicht zu regnen.
Gruppe Eins
Gruppe Eins war die Fahrergruppe. Man bewegte sich durch die Innenstadt
und die Wall-Anlagen. Es wurden die einzelnen Orte, die man auf der
Schatzkarte hatte, aufgesucht. Allerdings wurden einige Hinweise /
Schätze, die man auf den Schatzkarten hatte, nicht gefunden. Vor einer
Sozialen Essenausgabe haben wir eine eine Frau in Trainingsanzug
gefunden, die ähnlich auf unserer Liste stand. Nachdem einer von uns ihr
kurz erklärte, worum es ging und wie wir sie gefunden haben, sagte sie,
dass sie damit nichts zu tun haben wollte. Wir wünschten ihr noch einen
guten Tag und Gottes Segen und zogen unserer Wege. Nach einer längeren
Suche trafen wir in der Innenstadt eine "Frau mit Krückstock".
Allerdings verneinte auch sie die Frage, ob man denn für sie beten
dürfe. Nach einem weiteren Weg liefen wir nocheinmal einen bereits
besuchten Ort ab und sahen einen Mann auf der Parkbank sitzen. Zwar
trafen die weiteren Punkte auf dem Zettel nicht wirklich auf ihn zu, aber
einer von uns sprach ihn trotzdem an. Aber der Mann sagt er wüsste nichts,
wofür wir beten könnten. Es ginge ihm gut und er wünschte uns noch einen
schönen Tag. Wir warteten noch vor einem Geldinstitut auf einen jungen
Mann in blauer Dickies Hose, aber dieser kam leider nicht vorbei. Für
diese Gruppe war die Schatzsuche etwas frustrierend, allerdings ging man
mehrheitlich mir der Einstellung "Beim nächsten Mal wirds anders" aus
der Schatzsuche heraus.
Gruppe Zwei
Für die zweite Gruppe begab sich nach dem Zusammenkommen mit dem Auto
zum Hauptbahnhof. Von da aus wollte man dann den Weg zur "Hochstraße"
und zu einer "großen Kreuzung" einschlagen.
Wir stellten das Auto am Güterbahnhof ab und liefen dann in Richtung
Hauptbahnhof. Auf dem Weg dahin beobachteten wir, wie ein "Auto"
(tauchte auf einer unserer Schatzkarten als Gebetsanliegen auf)
rückwärts einparken wollte. 3 aus der Gruppe liefen unbedacht an dieser
Szenarie vorbei, als man auf einmal ein das Schlagen einer Hand und ein
lautes Schreien vernahm. Einer aus der Gruppe warnte den Fahrer des
Autos durch ein Schlagen mit der flachen Hand auf die Heckklappe, dass
man fast das hintere Auto tuschiere. Zwischen die beiden Stoßstanden
hätten noch eben 3 Blatt Papier gepasst. Somit war der Tag für den
Fahrer gerettet und der erste Schatz der Gruppe gefunden.
Am Hauptbahnhof angekommen, stellten wir uns erst einmal unter und
verglichen nochmals unsere Schatzkarten. Als wir eben noch am
austauschen waren, lief ein Mädchen mit einer "grünen Stoffjacke" an uns
vorbei. Nachdem wir ihr erklärt hatten, dass wir auf einer Schatzsuche
sind etc. verneinte sie unsere Frage nach Gebet. Wir verabschiedeten uns
mit einem Segen.
Nach dieser Begebenheit gingen wir weiter in Richtung "Hochstraße" und
"großer Kreuzung" die da in der Nähe ist. Hier tragen wir allerdings
niemanden, der auf unsere Hinweise passte. Also zogen wir weiter in
Richtung "Herdentor." Auf dem Weg dahin entdeckten wir in einem
Schaufenster die Hinweise "Rosenstolzhut", "Ente", und "Rose". Da aber
auch hier wieder niemand auf die Personenbeschreibung passte, setzen wir
den Weg in Richtung "Herdentor" fort. Da angekommen, entdeckten wir den
Hinweis "Mühle." Wieder sahen wir uns um, ob es jemanden gab, der auf
unsere Beschreibungen passen würde. Hier sprang uns nun der Mann mit der
"weißen Hose" in die Auge, der sich in schnellem Tempo auf uns zu
bewegte. Beim Versuch ihn anzusprechen, erklärte er uns noch im Laufen,
er sei nicht aus Bremen und hätte auch keine Zeit. Wir beteten nachher
noch für diesen Mann.
Nun begaben wir uns in die Wallanlagen, wo wir weitere Schätze
vermuteten. Hier trafen wir auf die "Enten" und entdeckten auch eine
"Fledermaus" an einer "Barcardi-Flasche." Da in diesem Moment nicht eine
Person anzutreffen war, sprachen wir die nächsten Passanten an, die uns
über den Weg liefen. Wir erzählten, was wir tun, welche Hinweise wir
hatten - und die beiden hörten auch ganz interessiert zu. Nachdem wir
geendet hattet, erklärte man uns, sie seien türkische Touristen und
könnten kein Deutsch - tsja, so läufts halt manchmal. Auch für dieses
Paar beteten wir noch.
Mittlerweile verspürten wir etwas Hunger, den wir im "Subway" beim
"Schüsselkorb" stillen wollten. Auf dem Weg dahin erblickten wir
"Pferde" an einem Plakat. Im Subway fragten wir die Bedienung, ob sie
rein zufällig auf einen unserer Namen höre - auch hier erzählten wir die
Geschichte mit der Schatzsuche. Allerdings hörte niemand der Belegschaft
auf die entsprechenden Namen. Auch hier verabschiedeten wir uns mit
einem Segen.
Wir hatten unsere Subs also in der Hand und suchten nun nach einem
entsprechenden Platz, um sie zu verspeisen. Wir planten zum "Spielplatz
bei Karstadt" zu gehen und vorher noch einen Umweg über "GoBäng" zu
machen, da diese Hinweise auch auf unsren Schatzkarten standen. Kurz vor
"GoBäng" tragen wir auf eine weitere "weiße Hose." Kurzerhand übergaben
zwei aus der Gruppe ihre Subs und sprachen die Person an. Nachdem sie
etwas verdutzt reagierte, sie sei doch unser Schatz, fragten wir, ob wir
für etwas beten könnten. Zuerst wurde die Frage verneint, es gäbe
nichts. Auf ein gezieltes Nachfragen nach einer "Allergie" ergab es
sich, dass wir hier dafür beten konnten, dass die leichte Hautallergie
geheilt werde. Zwar trat die Heilung nicht direkt ein, dennoch meinte
die Person noch, sie würde an uns denken, wenn die Sache am nächsten Tag
geheilt wäre.
Nachdem wir am "Schüsselkorb" angekommen waren und auch einen
potentiellen Schatz gefunden hatten, auf den wiederum der Hinweis "grüne
Jacke" passte, konnten wir noch für ein Mitglied aus unserer Gruppe
beten, das ebenfalls eine "grüne Jacke" trug und auf das der Hinweis
"Brille wie ich sie habe" (der Hinweis kam von dem Mitglied aus der
Gruppe selber) logischerweise passte. Wir beten gegen Menschenfurcht und
für Freimut etc.
Wir waren schon auf dem Weg zurück zum Auto, da entdeckten wir an einer
Statue am Hauptbahnhof wieder einen "Rosenstolzhut". Wir ließen die
Blicke über den Bahnhofsvorplatz schweifen entdeckten aber wieder keine
passende Person. Also war die Marschrichtung gen Parkplatz. An einem der
Taxis am Bahnhof entdeckten wir die Verniedlichungsform "Kalli" von
einem der Namen, die auf unserer Liste standen ("Kalle"). Nachdem wir
dies gelesen hatten, trat ein "stämmiger Mann" hinter dem Taxi hervor.
Wir sprachen ihn an und konnten für seine Gesundheit beten.
Die Schatzsuche war wohl für alle Beteiligten eine Herausforderung. Man
wurde mit seinen eigenen Grenzen konfrontiert, die aber auch oft - nicht
immer - überwunden wurden. Von daher sag ich mal, dass diese Schatzsuche
nicht nur für unsere Schätze ein voller Erfolg war, sondern auch für uns.
Ferry und Linda haben uns jedenfalls mit dieser Idee angesteckt. Wir
werden sie in Zukunft weiter verfolgen. Bereits nach dem Gottesdienst
machten wir den Termin für die nächste Schatzsuche aus. Die fand dann am
20. Oktober statt. Wie die lief, erfahrt ihr in Kürze auf moerssl.NET.
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